Am Donnerstag den 03.03.2016 wurde eine Dokumentation unter dem Titel "Angeln verbieten?" ausgestrahlt. Inhalt dieser Dokumentation war, welchen Einfluss der Angelsport (Freizeitangler) auf das aquatische Ökosystem in Deutschland hat. Dabei wird versucht folgende Fragen zu beantworten:

  • Hat der Freitzeitangelsport Einfluss auf die Fischbestände?
  • Wenn ja, sollte es Fangquoten geben, wie bei der kommerziellen Fischerei?
  • Ist der Freizeitangler der wahre Naturschützer?

Diese Fragen wurden versucht mit wissenschaftlicher Unterstützung zu beantworten. So wurde Dr. Harry Strehlow vom Johan Heinrich Thünen Institut bei seiner wissenschaftlichen Arbeit vom 3sat-Team begleitet. Er spricht darüber, welche Auswirkung die Fangmenge und Fischgröße bei Dorschen auf desen Bestand hat und wie hoch die Überlebesnquote bei Alen ist, die nach dem Fang wieder zurückgesetzt wurden. Prof. Dr. Robert Arlinghaus von der Humboldt-Universität zu Berlin geht darauf ein, welche Anreize hinter dem Angeln als Freizeitsport stecken. Weiters zeigt er, an einem Forschungssee, wie sich die Fische verhalten, wenn kontinuierlich an einem See gefischt wird. Er versucht daraus abzuleiten, ob der Fisch den Angeldruck erkennt und sich der Fangerfolg im Zeitverlauf verringert. Auch der Naturschutz kommt in der Dokumentation zu Wort. Der Naturschutz äußert sich darüber, welche Auswirkungen aus ihrer Sicht der Futtermitteleintrag auf die Gewässerqualität hat oder haben kann. Er äußert sich auch darüber, welche Auswirkungen übermäßige Besatzmaßnahmen (im speziellen der Karpfen) auf die Wasserqualität von nicht kommerziellen Gewässern haben kann. Zwischendurch werden auch ökonomische Kennzahlen und generelle Fangstatistiken für Deutschland und teilweise Österreich präsentiert.

Das die zu Beginn gestellten Fragen als Konklusio nicht gezielt beantwortet wurden sei dahingestellt. Auch die wissenschaftlichen Ergebnise können hinsichtlich der nicht bekanntgegebenen Methodik verifiziert werden. Die Dokumentation bietet Einblicke in die Auswirkungen des Angelsportes ohne ihn schlecht zu stellen oder sogar zu hinterfragen. Es wird versucht qualitativ unter wissenschaftlichem Input zu erörtern, dass auch eine übermäßige Fischerei im Freizeitbereich in Verbindung mir der kommerziellen Fischerei zu einer Gefährdung der Fischbestände führen kann. Das für schwindende Fischbestände nicht nur die Angelindustrie verantwortlich ist, sondern auch Nährstoffeinträge durch extensive Landwirschaft wird auch postuliert und festgehalten. Auch die so oft angesprochene Mindestmaßpolitik wird kurz erwähnt, in der es darum geht, große Individuen aus Sicht des Genpotenzials und der Produktivität zu schützen und den Mittelbau für die Entnahme freizugeben. Hierbei ist anzumerken, dass der Schutz von großen Individuen aus Sicht der Bestandsstärkung nicht generalisiert werden kann. Bei der Mindestmaßpolitik muss gezielt auf die Fischart, die es zu stärken gilt, eingegangen werden. Auch der Gewässertypus darf hierbei nicht außer Acht gelassen werden! Abschließend sei noch zu erwähnen, dass die wissenschaftliche Akzeptanz diesen Bereich zu untersuchen positiv ist . Daraus gewonnene Erkenntnise können gezielt für den Artschutz und unserer Gewässer, sowie unserem Verhaltem am Wasser gegenüber der Kreatur eingesetzt werden!

Zur Dokumentation >> 3sat Angeln verbieten?

Für all jene die sich für den Klimawandel und dessen Auswirkungen auf unsere weltweite aquatischen Systeme interessieren. Im Scobel dem wissenschaftlichen Magazin von 3sat wurde darüber ausführlich diskutiert.

Zum Magazin >> Scobel Folge Weltmeere vor dem Kollaps?